Sorry, da bin ich nun doch schon wieder. Aber die Runde heute war dann doch zu schön um sie vor zu enthalten. War zwar immer noch etwas frisch, so dass ich vorsichtshalber mit langer Hose, Shirt, Pullover, Mütze und Handschuhen gestartet bin, aber die Sonne war da, der Himmel blau wie selten und das Erzgebirge erblühte in grellem Gelb. "Ä Draum", wie der Einheimische sagt. nach 4 tagen verdienter Ruhepause waren meine beine nicht 100%ig fit, aber dennoch frisch genug um den lauf zu genießen und am Schluss noch 3 Extra-Kilometer ranzuhängen. Die heutige Runde war auch deshalb so schön, weil sie komplett improvisiert war. Einfach mal in eine neue Richtung loslaufen und sehen was kommt. Und was da kam war herrlich. Tolle neue Waldwege, schmale Trails, steile Rampen, kleine Seen, Bäche, eine Skisprungschanze ( wo kommt die denn nun her???) und um den Greifenstein Weiher jede Menge stark alkoholisierte Männer! Na das nenn ich doch mal eine kurzweilige Runde!
Thonis Laufbuch
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17.05.12 alkoholfreier Männertagslauf
22,0km - 1:45 - 15:00 Uhr
17 May 2012 | thoni
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12.05.12 Ich bin scheinbar doch kein Ultra!
Wer heute einen ausführlichen Laufbericht über meinen 2. Rennsteig-Supermarathon erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Es war für mich ein ziemliches Desaster, das sich im Vorfeld eigentlich gar nicht angekündigt hatte. Eigentlich war ich gut trainiert, hatte einige Kilometer in den Beinen und auch in den Unterdistanzen war ich eigentlich gut dabei. Trotzdem bin ich letztlich auf den letzten 20km, besonders aber die letzten 8km böse eingegangen und habe meine Vorgaben um gut 10min verfehlt. Dem normalen Ultraläufer sind solche Gedankengänge vielleicht etwas fremd. Was sind schon 10min auf 72km? Eigentlich kommt es doch hier nur um das Finishen an! Leider habe ich da einen anderen Anspruch an mich selbst. Für das Training muss ich und mein Umfeld auf einiges verzichten. da will man dann schon ein gewisses Ziel erreichen und nicht "nur" finishen.
Zum Lauf: Der Rennsteig hat schon etwas verdammt kultiges. Diese Übernachtung im Elisabethen-Gymnasium in Eisenach auf der Isomatte, das mitten in der Nacht aufstehen und der Start morgens um 6 Uhr sind schon speziell und der anspruchsvolle Lauf ist es sicherlich auch. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter richtig Glück, denn 24 Stunden vorher war es noch brütend heiß, bevor es sinnflutartig geregnet hat. Heute aber war es angenehm kühl und trocken.
Vom Start weg bin ich mein normales Tempo bzw. die gefühlte Intensität gelaufen. Die erste Zwischenzeit bei 17km lag gute 4 min unter meiner letztjährigen Zeit. damals war es aber deutlich wärmer, so dass ich mir schon jetzt eine Endzeit um 6:15 ausgemalt habe. Auch bei Halbzeit war ich noch voll im Plan und lag immer so um Platz 40 herum. Allerdings kündigte sich schon jetzt, wie im letzten Jahr, ein leichtes Unwohlsein in der Magengegend an. Laufen und Essen vertrage ich scheinbar nicht. Zumindest wenn es sich um Haferschleim und Bananen handelt. Das Völlegefühl lies dann auch bis zum Schluss nicht mehr nach. Schlecht, denn man sollte ja immer Energiespender nachschieben, wenn man ca. 6.000 Kcal verbrennt. Kurz nach der Hälfte verschwand dann auch die Lockerheit und bei der nächsten Zeitnahme hatte ich bereits wieder 3min eingebüßt und war schon ziemlich am Ende. Aber abbrechen? Niemals! Der Gang aufs Oberhofer DIXI-Klo verlief auch ergebnislos und so schleppte ich mich weiter. Von jetzt an wurde es richtig qualvoll und ich schaute auch gar nicht mehr auf die Uhr. Es ging nicht mehr um eine neue Bestzeit, sondern einzig und alleine ums ankommen. Und das das dann so schwer wird, hätte ich mir nicht vorstellen können. Körperlich und mental, war ich echt am Limit. Wenn man normal mit in 4:30 min/km joggt, dann kommen einem 5:30 - 6:30 vor, als ob man steht. Und so wurde ich, je länger das rennen wurde, immer langsamer und immer mehr Läufer schossen an mir vorbei, mit teils mitleidigen Kommentaren. Aber, und das ist das einzig positive, was ich diesem Lauf abgewinnen kann ist, dass ich mich bis ins Ziel gekämpft habe. Trotzdem kam keinerlei Euphorie oder Stolz auf. Im Gegenteil, ich hatte nur das Verlangen diesen Ort schnell zu verlassen. Naja, so schnell es halt noch mit zitternden Knien ging. Jetzt merkte ich erst, dass ich eigentlich total durchgefroren bin. Beim Laufen hatte ich ja schon sehr kalte Hände, aber das passiert mir ja öfters. Hose und Jacke konnten mich nicht mehr wärmen und so schleppte ich das wenige, was von mir noch zitternd übrig war zum Sani-Container. "Hi, ich bins schon wieder!" 45min unter 3 Wolldecken und 4 Wärmflaschen später, war ich wieder aufgetaut. Zumindest hab ich keine Infusion gebraucht, wie im letzten Jahr! Trotzdem kam keine Feierlaune auf, auch wenn nun endlich auch die Sonne schien. Nix wie weg von hier und den ganzen Quatsch abhaken. 72,7km so schnell wie möglich über unzählige Berge rennen! Warum eigentlich? Vielleicht bin ich doch eher der Straßenläufer. Da ist die Sache ( Marathon ) wenigstens nach 2:45 erledigt. Alles darüber brauche ich, glaube ich nicht mehr. So wird das dann auch der letzte Rennsteiglauf für mich gewesen sein. Was jetzt ganz und gar nicht negativ für den schönen Lauf zu werten ist, nur scheinbar ist das wirklich nicht mein Ding!
Und damit verabschiede ich mich erstmal in eine ganz lange Laufpause. Ist ja doch nicht so kurz geworden mein Berichtchen...

15 May 2012 | thoni
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10.05.12 Letzter Lauf vorm großen Lauf
23,6km - 1:48 - 20:15 Uhr
zThoni | No. 128Der Kopf sagt: nee, 1 1/2 Tage vor vor einem 72,7km Wettkampf nochmal 25km ( laut Plan ) laufen? Zwar nur schön locker, aber immerhin doch eine ganz schöne Strecke! Allerdings habe ich es letztes Jahr genauso gemacht und der Wettkampf lief ja dann wirklich gut.
Also dann, rein in die Laufschuhe, auch wenn es mal wieder spät geworden ist und es eher Zeit zum Abendessen gewesen wäre. Und es ist ja auch für diese Uhrzeit noch sehr schön warm gewesen, so dass einem lockeren Genusslauf nichts im Wege stehen sollte, was ja wiederum zur allgemeinen Motivation beitragen sollte. So wählte ich dann auch eine Runde mit wenigen Steigungen und ein Tempo, das mir jederzeit angenehm erschien. Trotzdem kam dann wiedermal mein Standardtempo von 4:30 -4:40 min/km raus. Hoffe das war jetzt nicht zu schnell!!!
OK. Und jetzt kann der Rennsteig kommen!
15 May 2012 | thoni
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08.05.12 zügiges Comeback
20,4km - 1:28:00 - 19:30Uhr
zThoni | No. 135Nachdem es gestern auf dem Laufband schon wieder ganz gut gelaufen ist, bin ich heute gleich wieder in den Trainingsplan eingestiegen. 20km zügiger Dauerlauf ( GLA2 ) standen auf dem Programm. Und tatsächlich wurde es recht zügig, wobei die Lockerheit noch nicht wieder voll da ist. Aber für den vorletzten Lauf vor dem Rennsteig, war das trotzdem ganz OK. Wie ich dann noch intensive 52km mehr am Samstag laufen soll, weiß ich noch nicht. Immerhin liegen dazwischen ja auch noch 2 Pausentage, in denen ich hoffentlich Kraft schöpfen kann.
09 May 2012 | thoni
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07.05.12 Erste Schritte
12,4km - 1:00 - 21:00 Uhr
zThoni | No. 59Nachdem ich meinen Rücken weiterhin so weit wie möglich gepflegt habe, fühle ich mich heute abend schon wieder fit / mutig genug um auf das Laufband zu gehen. Hier kann ich wenigstens gleichmäßig laufen und bin keinen zu extremen Erschütterungen ausgesetzt. Und siehe da, es läuft erstaunlich gut. Selten so einen entspannten Laufbandabend gehabt. Die Beine sind frisch und der Rücken macht bis jetzt auch keine Probleme. Scheint so, dass ich meine kleine Rückenblockade wieder schnell überwunden habe.
08 May 2012 | thoni
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06.05.12 Ich hab Rücken
zThoni | No. 124Nee, das ist ja wirklich verflucht. Immer kurz vor einem Wettkampf hab ich mit so Wehwehchen zu kämpfen. Aber zum Glück, hat sich das auch dann immer wieder rechtzeitig gelegt. Im Moment kann ich mir kaum Socken und Schuhe anziehen! Ich versuche den Rücken durch etwas Gymnastik, Wärmesalbe und Nierengurt zu lockern, aber einen schnellen Erfolg kann ich nicht sehen. An laufen denke ich heute erst mal nicht!
08 May 2012 | thoni
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05.05.12 Auf zur letzten langen Runde
30,8km - 2:25 - 9:00 Uhr
So hier bin ich nun. Samstag früh und die letzte lange Runde vor dem Rennsteiglauf liegt vor mir. Normalerweise läuft sich diese Runde immer besonders locker, da man ja das Training schon reduziert hat und man auch froh ist, wieder ein Trainingskapitel abschließen zu können. Heute war das Gefühl allerdings etwas gemischt, da ja die letzten beiden Läufe nicht so rund waren. Heute früh bin ich dann auch mit leichten Rückenschmerzen aufgewacht ( auch eine typische Erscheinung für mich kurz vor Wettkämpfen ). Daher versuche ich von Anfang an, ähnlich wie dann in einer Woche beim Rennsteig, mein Wohlfühltempo zu finden. Das klappt sogar ganz gut und ist auch gar nicht mal so langsam, wie befürchtet. Allerdings sticht es mir nach ein paar Kilometer schmerzhaft ins Kreuz und ich versuche daraufhin etwas flacher zu laufen. Dann nach 8km wieder die gefürchtete Rampe. Aber wenn man im Hinterkopf hat, dass man sich hier nun vorerst das letzte Mal hochquälen muss, dann läuft es sich deutlich leichter. Überhaupt fühlen sich die Beine wieder etwas frischer an. Das geht auch bis km22 ganz gut, bis es dann wieder langsam etwas schwerer wird. Insgesamt bin ich aber zufrieden. Nur der Rücken macht mir etwas Probleme...
08 May 2012 | thoni
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04.05.12 Immer noch schwer
12,1km - 57:15 - 20:00 Uhr
zThoni | No. 40Auch gut 24 Stunden nach dem gestrigen Lauf sollte heute noch keine Lockerheit aufkommen. Weder im Kopf, noch in den beinen, wobei dies ja bei mir irgendwie zusammengehört. So hätte ich heute die Runde bereits nach 3km gerne abgebrochen, so schlapp und antriebslos habe ich mich gefühlt. Das ist etwas überraschend, denn nach einer kilometerreichen Woche, mit teilweise 2 Einheiten pro tag und der jetzigen deutlichen Reduzierung der Umfänge, sollte man doch geradezu vor Lauffreude sprühen. Aber nichts dergleichen ist zu spüren. Vielmehr graut es mir vor dem morgigen letzten langen lauf, der auch noch für den Vormittag angesetzt ist. Wenn ich da auch die ersten Kilometer solche Bleibeine hab, dann wird das ein gaanz langer Lauf. Aber zurück zum heute: wie gesagt, ersehnter Abbruch nach 3km, dann hangel ich mich aber doch von Zwischenziel zu Zwischenziel ( "noch zu der Kreuzung da vorne... jetzt noch bis zum nächsten Dorf..."),aber sehr weit komme ich heute wirklich nicht. Trotzdem ist es gefühlt ein kleiner Erfolg, doch nicht ganz klein beigegeben zu haben. Und auf morgen früh bin ich mal gespannt...
08 May 2012 | thoni
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03.05.12 Am Ende wirds immer schwer
21,2km - 1:34:30 - 19:30 Uhr
zThoni | No. 86Nach einer am Schluss doch noch mal recht intensiven Trainingsphase, fällt die Spannung so etwas ab. Es gilt eigentlich nur noch das Antrainierte zu erhalten. Komischerweise fehlt für diese eigentlich lockeren Einheiten irgendwie die Motivation. OK, am Dienstag war ein Pausentag überfällig, aber gestern hätte ich schon wieder laufen können. Stattdessen habe ich meinen Arbeitstag so lange verlängert, bis es mir dann zum laufen zu spät war. Allerdings muss man auch sagen, dass ich echt geschafft war und auch der Kopf keinerlei Signale Richtung Beine aussenden wollte, damit diese sich noch bewegen. So bin ich dann mal etwas früher ins Bett, was sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung war.
Heute musste ich dann aber doch mal wieder raus. Zudem wollte ich auch eine neue leichte Laufshort testen, die wir evtl. kommenden Sommer anbieten wollen. Aber so richtig locker waren die Beine immer noch nicht. Trotzdem schlug ich ein tempo an, das nicht mehr unbedingt im Wohlfühlbereich lag. In etwas so wie letzte Woche auf gleicher (ERZ-) Runde, die so wunderbar rund und schnell lief. Nur heute musste ich da schon deutlich mehr drücken. Am Ende war ich dann nur ca. 45s langsamer als letzte Woche, dafür wesentlich geschaffter. Aber zumindest zufrieden die 21km wieder mal recht flott hinter mich gebracht zu haben. Und das Testhöschen hat auch gut gepasst!
04 May 2012 | thoni
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30.04.12 Noch die 160 voll machen
15,7km - 1:14 - 19:30 Uhr
zThoni | No. 103Wie schon der Titel sagt: Bei der heutigen Einheit ging es nur noch darum die 160 Wochenkilometer voll zu machen. Das war Motivation genug um diesen lockeren Lauf hinter sich zu bringen. Aber ganz so einfach wollte es mir das Wetter auch nicht machen, denn es wehte ein stürmischer Wind, der gerade an den wenigen Anstiegen natürlich voll von vorne blies. Aber das war heute alles nicht wichtig. Mit diesem Wochenpensum im Rücken, kann ich beruhigt in die letzten Tage vor dem Rennsteig gehen. Jetzt werden die Umfänge reduziert und der ein oder andere Ruhetag eingelegt, damit dann genügend Kraft für die 72,7km da ist. Und die Vorfreude steigt weiter...
02 May 2012 | thoni

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